Das Geriatrische Netzwerk Radeburg (GerN) gewinnt den Anerkennungspreis des Generationenpreises des Freistaats Sachsen in der Kategorie „Alt und Jung“ mit seinem Radeburger Schulprojekt. Der von der Staatskanzlei Sachsen ausgelobte Preis wird alle fünf Jahre verliehen und zeichnet Projekte aus, die auf dem Miteinander verschiedener Generationen basieren.

 

Die unabhängige, fachübergreifend zusammengesetzte Jury hob vor allem die Sensibilisierung für die jeweilig andere Lebenswelt hervor, wodurch beide Generationen von diesem Projekt profitieren konnten. Das Radeburger Schulprojekt konnte sich gegen mehr als 100 Bewerbungen durchsetzen und einen von insgesamt sechs Preisen gewinnen. Im Rahmen der feierlichen Preisübergabe durch den Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen, Michael Kretschmer und die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Babara Klepsch, konnten Sandy Meusel und Lena Fröhlich vom Geriatrische Netzwerk Radeburg den Preis gemeinsam mit Selina Schröter und Michelle Hellmuth vom Schülerbesuchsdienst sowie Michela Ritter (Bürgermeisterin der Stadt Radeburg), Rita Goldschmidt (Johanniter), Martin Krebs (Lehrer Heinrich-Zille-Oberschule) entgegennehmen.

 

Grundlage für die Entscheidung war das Projekt „Barrierestadtplan und Schülerbesuchsdienst“, eine Kooperation des GerN Radeburg mit Schülern der 7. Klassen der Heinrich-Zille-Oberschule Radeburg, Senioren der Stadt Radeburg und den Johannitern. Im Rahmen einer Projektwoche wurde im August 2017 ein "Barrierestadtplan" zum Thema Sturzprävention erarbeitet, um Sturzgefahren und Stolperfallen für Senioren aufzuzeigen. Neben der Selbsterfahrung mittels Rollatoren und Rollstühlen brachte der direkte Kontakt zwischen Schülern und Senioren beide Generationen einander näher. Die Besichtigung des Altenpflegeheims Friedenshöhe und ein Besuch in der Seniorenbegegnungsstätte „Zum Moritz“ waren ebenso Bestandteil der Projektwoche, wie Fachvorträge und ein abschließender Aktionstag aller Beteiligten.

 

In Konsequenz der Ergebnisse der Projektwoche wird im Frühjahr 2019 der Marktplatz der Stadt Radeburg barrierefrei umgebaut. Darüber hinaus entstand im Anschluss an die Projektwoche ein Schülerehrenamtsdienst. In Kooperation mit den Johannitern erhielten interessierte Schüler eine zweitägige Schulung zu Themen wie „Kommunikation mit älteren Menschen“ und „Zuhören – eine schwierige Angelegenheit“. Bis heute engagieren sich neun Schülerinnen und Schüler ehrenamtlich und besuchen Patienten der Fachkliniken für Geriatrie (seit Herbst 2018 Zentrum für Altersmedizin Radeburg mit Geriatrischem Netzwerk) regelmäßig und gestalten deren Freizeit aktiv mit.

 

Bild v.l.n.r.: Sandy Meusel, Michelle Hellmuth, Michaela Ritter, Selina Schröter, Rita Goldschmidt, Martin Krebs (Bildquelle: Fachkliniken für Geriatrie Radeburg).

 

weitere Informationen zum Barrierestadtplan:

www.gern-radeburg.de

https://www.radeburg.de/leben-in-radeburg/wohnen/

 

 Über die Fachkliniken für Geriatrie Radeburg

Zunächst 1994 als Geriatrische Rehabilitationsklinik gestartet, folgte 2013 die Eröffnung des Fachkrankenhauses für Geriatrie (Akutgeriatrie). Dies wurde möglich durch die Wiederaufnahme der Radeburger Klinik in den Landeskrankenhausplan Sachsen im Jahr 2012 mit 30 akutgeriatrischen Betten. Die Fachkliniken für Geriatrie Radeburg verfügen über Erfahrungen aus mehr als 20 Jahren Geriatrie. Mit der 2016 erfolgten Zulassung der Geriatrischen Institutsambulanz (GIA) in Radeburg erweiterten die Fachkliniken ihr Leistungsspektrum um ein ambulantes Angebot. Vom renommierten Fachmagazin FOCUS wurde die Klinik bereits mehrfach als „Top Reha Klinik“ für den Fachbereich Geriatrie ausgezeichnet. Ihren jüngsten großen Meilenstein erlangte das Haus mit seiner offiziellen Ausweisung als Zentrum für Altersmedizin des Freistaates Sachsen. Es ist somit als eines von nur fünf Krankenhäusern zentrale Anlaufstelle für ältere Menschen in Sachsen.

 

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